#1

Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 02.02.2011 10:52
von fredrock • 4.421 Beiträge

Wem es noch nie etwas ausgemacht hat, in vielen Dingen nicht besonders Authentisch zu sein, also z.b nicht wirklich fotografieren zu können. Über keine wirkliche Urteilskraft verfügen, sondern nur Fan von allem Möglichen sein; nicht wirklich schreiben zu können, sondern nur twittern.
Für all diese Formen von Laienteilnahme bietet das Leben Dank des Internets genügend Plattformen.

I like it ...bekundet und formiert Gemeinschaftlichen Geschmack oder Meinung,
Oberflächliches lässt in der breiten Masse kaum noch Nährboden für wahres.
Für Erlebnisse wo sich Menschen was bei Denken, außer dem schnellen Profit von Geld und Ruhm.

Wert hat nur etwas was Bestand hat und was Bestand hat sind Ideen von etwas, tief verwurzelt in dem kreativen Sein eines Menschen.
Was Bestand hat,dem verlangt es nicht nach Gruppen Dynamik und dem schnellen Ansehen,wahre Werte haben ihren ganz eigenen Daseins Grund .
Nur leider sind das Sachen, die den meisten Menschen zu kompliziert erscheinen sie zu erforschen oder zu finden.

Das Oberflächliche findet seinen Nährboden in dem schnellen Emotionalen Denken,Urteilskraft wird hier zu einer Lüge.
Meiner Meinung nach, wird wahre Kunst und Idee, zur Ware unserer schnelllebigen Zeit. (letztes Wort hasse ich)

Schnelllebig meint eben die "Vergesellschaftungsform des Laienhaften" ohne dabei Werten zu wollen.


zuletzt bearbeitet 02.02.2011 11:02 | nach oben springen

#2

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 02.02.2011 11:55
von NachtvogelTraumtänzer
| 1.444 Beiträge

"Etwas zu kennen bedeutet, es konkret erfahren zu haben. Ein Kochbuch wird euren Hunger nicht befriedigen." (Takuan)

Ich fürchte jedoch, es hat kaum noch jemand Hunger. Dem satten Menschen reicht der oberflächliche Schein, viel zu träge ist er schon geworden, die Dinge noch zu hinterfragen. Alles ist austauschbar, nichts wird vermisst. Kann man doch in seinem Sessel kleben bleiben, und sich alles servieren lassen.
Ich kann ein Buch lesen, mir ein Bild anschauen, Musik hören ... doch erst die Verknüpfung mit den eigenen Erfahrungen aus Handlung, Sein und Begegnung, füllt dieses Kennenlernen mit Inhalt, in prozeßhafter Auseinandersetzung, zur Erkenntnis strebend.

"Doch...warum entdecken
wenn Manipulieren vor dem Lernen käme?
Wer wird wohl Neues
im scheinbar leeren All entdecken wollen
anstatt unendlich jung
vom Wissen zu naschen?" (Henke)


"und schon ritze ich wieder an der Lebenslinie meiner Hand herum" (Stefan Ackermann)

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#3

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 02.02.2011 14:34
von fredrock • 4.421 Beiträge

Der abgesang auf das Geistig Abendland, ist ungefähr so Alt wie die Menschheit.
Aber wie Alt der "Hass" auch immer sei, er wird nicht unwichtiger „Man ist nur fruchtbar um den Preis, an Gegensätzen reich zu sein“. Die Kritik am Geiste is eigentlich der Nährboden der Dekadenz.. aber Sie lässt einen eben auch in ein Spiegelbild schauen und das Dualistische Welt Bild der Menschen erkennen.
Und teile die Welt in einen wahren und einen scheinbaren Bereich.

Es geht zu Ende mit der alten Wahrheit


Vom „Instinkt des Lebens beherrscht“, muss die widernatürliche, „das heisst fast jede Moral, die bisher gelehrt...worden ist“, zum Untergang geführt werden .

Ahhh scheisse,, schon wieder ein neuer Gedanke ..mhmmm neuer Thread ?? the hunt


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#4

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 02.02.2011 17:27
von NachtvogelTraumtänzer
| 1.444 Beiträge

Was meinst Du mit der "alten Wahrheit"?

Und wie teilt man in einen wahren und einen scheinbaren Bereich? Dazu müsste man ja erstmal wissen, was wahr ist. Gibts ein allgemeingültiges Wahr? Oder kann man nicht doch eigentlich immer nur von "es scheint so" sprechen ...

zugegeben, bin heut etwas wirr ^^


"und schon ritze ich wieder an der Lebenslinie meiner Hand herum" (Stefan Ackermann)

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#5

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 02.02.2011 18:12
von fredrock • 4.421 Beiträge

Also so ein bissl geht das ja aus meinem letzten Satz hervor,, wenn auch sehr schwammig zugegeben..
Alte Wahrheiten sind alle Moral die bislang gelehrt wurde ... Wahr alleine kann nur der „Instinkt des Lebens " sein den es gibt,, auch wenn er gut übermalt wurde.. Aber ich lasse mich mal die Tage n bissl mehr drüber aus,, muss man sich n bissl Zeit nehmen für..


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#6

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 03.02.2011 12:06
von NachtvogelTraumtänzer
| 1.444 Beiträge

Danke, da lichten sich die Nebel um meine Stirn ^^

Oh ja, bitte mehr darüber. Ich bin so angenervt von diesem ganzen blabla überall, da ist das hier mal nen Lichtblick.


"und schon ritze ich wieder an der Lebenslinie meiner Hand herum" (Stefan Ackermann)

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#7

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 03.02.2011 15:08
von SkullSilence Is Sexy
| 4.277 Beiträge

Wie wahr, wie wahr..... die Zeit ist schuld... unser schnellebiges Leben, das Internet.... es gibt viel zu schnell viel zu viel Neues zu entdecken das man keine Zeit mehr hat etwas noch richtig zu erfahren... da ist es schon wieder aus dem Sinn und das nächste kommt vorbei.
@fred:
was schlägst Du als Lösung vor ?





zuletzt bearbeitet 03.02.2011 15:09 | nach oben springen

#8

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 03.02.2011 16:35
von fredrock • 4.421 Beiträge

Ich versuche es mal aus der Praxis zu beschreiben (also möglichst Verständlich)

Die Lösung tragen wir eigentlich alle in uns, es ist, was Nietzsche den „Instinkt des Lebens“ nennt.

Der Mensch weiß von sich aus, was richtig oder falsch in jeweiliger Situation für ihn und oder seiner Gruppe ist.
Erst die Moral als Widernatur habe dem Menschen Vorgeschrieben nach gewissen Punkten zu Denken und zu Handeln.
Was damit einhergeht ist aber immer auch das Gegenteil,, wenn ich Nächstenliebe Aufgebe, entfache ich im gleichen Moment den Hass oder die Bosheit .

Das klingt erstmals vielleicht doch etwas schwer verständlich ?-

Leben heißt Leidenschaft, welche es gilt sich zu Vergeistigen, nicht aber wie es die Kirche tat zu Ordnen oder vielmehr in Gesetze aufzuteilen (Du sollst das nicht und jenes etc)

Wenn man des Menschen niederste Instinkte zu einer Gottheit macht,, dann lassen sich Menschen sehr gerne Instru

Zitat
„Aber die Leidenschaften an der Wurzel angreifen heisst das Leben an der Wurzel angreifen.“



Wenn ich Menschen versuche zu Dirigieren, dann öffne ich eben auch der Dualität des Lebens Tür und Tor.
Der Unterschied zwischen Selbst und Fremdbestimmung.

Die religiöse Überzeugung versteht das Sein, dass es ein gutes und ein böses übernatürliches Wesen gibt.
Dabei geht es nicht um "Gut oder Böse" was dem Menschen im innersten sehr wohl Bewusst ist, es geht um den Unterschied zwischen einer Herren- und Sklavenmoral die damit entfesselt wird.

Was man damit erschafft sind »Schuld«, »schlechtes Gewissen« und Verwandtes.
Und wohin das alles führen kann, sehen wir ja jeden Tag.

Frage nicht, wie die Menschen handeln sollten, sondern warum Menschen (Einzelne oder Gruppen) glauben, sie sollten auf bestimmte Weise handeln, oder andere dazu bringen wollen, so oder so zu handeln.

Nur so eine Denkens weise ist jeglicher Moral nie Gegenstand Gewesen, sondern es ging immer nur um Gut oder Böse im Sinne von Gehorchen oder nicht.. das ist ein Eminenter Unterschied.

Der Mensch wurde Zwangs Moralisiert und das is immer sheisse, wenn man sich die Geschichte ansieht .
Ging es immer nur darum Menschen zu Instrumentalisieren..Moral ist nur ein Mittel davon.

Was jetzt die Menschliche Dekadenz angeht ? ja das is ein anderes Thema ein Psychisch Soziologisches, welches wie ich schon sagte.
So Alt wie die Menschheit selber ist, aber es hat immer eben was mit dem Hinterfragen zu tun.
Solange ich dazu nicht bereit bin.. bin ich Opfer der Dekadenz.. is nix schlimmes aber sehr beliebt.

Wenn ich den Menschen niederste Instinkte als Werte verkaufe,, dann lassen sich Menschen gerne Instrumentalisieren.
Menschen wurden sehr schnell für wenige zum Mittel zum Zweck angesehen und benutzt, der Anfang wo Mensch zur Ware wurde.. meine Meinung


zuletzt bearbeitet 03.02.2011 16:42 | nach oben springen

#9

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 03.02.2011 17:42
von SkullSilence Is Sexy
| 4.277 Beiträge

Nuja... das Religion ein zweifelhaftes Etwas ist ist mir schon klar... das ja nicht neu... zumindest für Leute die hinterfragen.
Ja die Leidenschaft.... gut OK... aber ist die Faulheit nicht auch eine Menschliche Leidenschaft ? :)





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#10

RE: Vergesellschaftungsform des Laienhaften

in Der Garten des Geistes 03.02.2011 17:43
von fredrock • 4.421 Beiträge

Jip das ganze Leben ist Leidenschaft mit allen Aspekten,, Kirche oder Politik is Jacke wie Hose,, Sie benutzen Menschen aber nutzen ihnen nicht the hunt


zuletzt bearbeitet 03.02.2011 17:43 | nach oben springen

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