#1

Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 18.11.2009 02:36
von fredrock • 4.421 Beiträge

Die Philosophie (alt- und neugriechisch φιλοσοφία, philosophía, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) hat im Gegensatz zu den einzelnen Wissenschaften keinen begrenzten Gegenstandsbereich. Allgemein könnte man sie als den Versuch der kritisch-rationalen Selbstüberprüfung des Denkens bezeichnen, als eine methodische Reflexion, die sich inhaltlich tendenziell auf eine Gesamtdeutung der Welt und der menschlichen Existenz richtet. Jeder Versuch, den Begriff „Philosophie“ zu definieren oder den Bereich der Philosophie näher einzugrenzen, ist bereits Gegenstand der Philosophie selbst.


Die Philosophie des Geistes beschäftigt sich mit der Natur geistiger Zustände, ihren Wirkungen und Ursachen. Zentral ist dabei die Frage nach dem Verhältnis von geistigen und körperlichen Zuständen. Neben den ontologischen Fragen nach der Natur geistiger Zustände befasst sie sich auch mit den epistemologischen Fragen nach der Erkennbarkeit des Geistes. Der Kern der Philosophie des Geistes ist das Leib-Seele-Problem, das manchmal auch "Körper-Geist-Problem" genannt wird. Es entsteht durch die Frage, wie sich die mentalen Zustände zu den physischen Zuständen verhalten. Handelt es sich hier um zwei verschiedene Substanzen?


zuletzt bearbeitet 18.11.2009 02:38 | nach oben springen

#2

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 18.11.2009 22:10
von Dawn (gelöscht)
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In Antwort auf:
Handelt es sich hier um zwei verschiedene Substanzen?




Das hier ist nur erstmal so das was mir dabei als erstes in den Sinn gekommen ist, kleines Brainstorming
Für mich sind Körper und Seele eins, also Körper und Seele sind mit einander verbunden, man kann die Verbindungen von Körper und Seele unterbrechen, die Meridiane meine ich...
Nehmen wir die Liebe mal als Beispiel : Forscher sagen die Liebe ist eine chemische Reaktion im Köper, im Kopf wird das wenige Sekunden später zu einem Gefühl...sehr abstrakt und rational trotzdem löst das Gefühl des Verliebtseins positive Gefühle in uns aus, im Körper und in der Seele (Herz)... sie kann einem unsichtbare Flügel verleihen...oder man schwebt wie auf Wolke sieben...Dinge die einem lästig waren erledigt man in diesem Zustand mit links...Das Gefühl des Verliebtseins zum Beispiel wirkt sich auf den Körper positiv aus...
die Leichtigkeit des Seins

zuletzt bearbeitet 18.11.2009 22:39 | nach oben springen

#3

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 31.03.2010 02:46
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Die Philosophie als den Versuch einer kritisch-rationalen Selbstüberprüfung des Denkens, als eine methodische Reflexion, die sich inhaltlich tendenziell auf eine Gesamtdeutung der Welt und der menschlichen Existenz richtet zu bezeichnen – zeichnet sich darin nicht eine arg dekadente Form der Philosophie ab?
Wie war das nochmal mit Platons Höhlengleichnis.

Diese Ansicht der Philosophie würde doch bedeuten, daß der Philosoph sich mit seinem eigenen Schatten in der Höhle identifiziert und mittels Reflexionen (Schatten) versucht die Schattenspiele der Schattenwelt an der Höhlenwand zu ergründen, anstatt sich bewußt zu werden, daß sein Schatten nur eine oberflächliche Projektion seiner Selbst ist und er sich umwendet, um zu ergründen was den diese Schatten wirft und was wirklich vor sich geht. D.h. er würde das Interesse an den Schatten doch zum größten Teil verlieren.
Ist das nicht der Sinn der wichtigsten philosophischen Frage überhaupt:

„Wer bin ich?“

Leider haben sich alle philosophischen Denkweisen nach Platon immer mehr in Analysen, Detailfragen und an der Oberfläche der Erscheinungen der Welt verloren und keiner hat die Stufe Platons erreicht oder sie gar überschritten. Sondern sie haben seine Ideen nur in verscheiden Betrachtungsweisen und Ansichten, sowie in babylonischen Begriffsverwirrdefinitionen, selektiert und sind nie zum wahren Kern aller Erscheinung gelangt.

Die Folge ist, daß die Ideenlehre des Platon in einen objektiven Idealismus, der besagt das es nur eine objektive Außenwelt (Materie) gibt. Eben die Auffassung, die heute auch die Naturwissenschaft vertritt. Auf die Spitze getrieben gipfelt Sie in den materiellen Positivismus. Substanz wird hier als Stoff verstanden.
Dagegen hält der subjektive Idealismus, das George Berkeley auf die Spitze getrieben hat, daß es nur den Geist, die Kraft Gottes gibt, aber keine Außenwelt bzw. Materie. Er hält sich an den an die philosophische Bedeutung von Substanz als das selbstständige oder wesentliche Seiende.
Dies sind scheinbar eigentlich 2 sich völlig wiedersprechende Bedeutungen von Substanz.
Aber nur scheinbar. Den ein Ergebnis dieser Dualität ist der, daß die Philosophie sich eben mit dem Phänomen des Geistes – eben mit Geistigem beschäftigt. Die Physik z.B. als eine der empirischen Naturwissenschaften aber dagegen mit der Materie und den Naturgesetzen.
Doch es ist gerade Einsteins Relativitätstheorie, die diese dualen Ansichten als relative Gegensätzlichkeit mit der Formel E=mc² (Energie= Masse x Lichtgeschwindigkeit x Lichtgeschwindigkeit) vereint. Die Philosophie der indischen Veden drückt E=mc² mit den einfachen Worten „Stoff ist gefrorenes Licht“ aus. Über die Quantentheorie, die String-Theorie und M-Theorie verfeinert sich das Licht vom Photonenteilchen über Wellenfunktion immer mehr, bis es so immateriell wird wie das klare Licht des Geistes, das uns die geistige Zusammenhänge und Ideen erkennen lässt. Die Substanz des Stoffes, der Materie ist die gleiche wie die aus der unsere Gedanken, Träume und Vorstellungen bestehen. Damit Treffen sich Philosophie und Wissenschaft in der Metaphysik.
D.h. Materie ist nur sehr viel dichter als Geist. Also es handelt sich nicht um 2 verschiedene Substanzen, sondern nur um 2 Zustände derselben Substanz.
Sowie Dampf und Eis nur 2 Zustände von Wasser sind.
Der Kern der Philosophie des Geistes, das Leib-Seele-Problem, das manchmal auch "Körper-Geist-Problem" genannt wird ist somit nur ein allzu Menschliches gemachtes und kein tatsächliches. Das führt nicht in Richtung Kern der Erscheinungen. Wie es Hume richtig erkannt hat, ist der Glaube an die Existenz der Außenwelt nur ein Glaube und er läßt sich durch keine vernünftige Begründungen stützen, weil die Sinne, die Wahrnehmung die einzige Möglichkeit darstellen Wissen über die Existenz einer Außenwelt zu erlangen, aber sie nicht die Information liefern, daß die Sinneseindrücke, Wahrnehmungen wirklich außerhalb ihrer selbst verursacht werden. Siehe Radikaler Konstruktivismus.
Weil aber unserer Charakter, unsere Persönlichkeit und unser Ego – kurz das was wir als unser ich bezeichnen und was wir meinen wen wir ich sagen - auf den vielfältigen Sinnesendrücken und Wahrnehmungen der Glaube an die Existenz einer objektiven Außenwelt zu Grunde liegt, wird damit auch die subjektive Innenwelt – der Glaube an die eigene Existenz jegliche Grundlage entzogen. Damit hat sich das Hume-Problem auch schon verflüchtigt.
Die Welt der Dualität als Existenz eines äußeren Objektiven und einer subjektiven Existenz ist also gleichermaßen durch keine vernünftige Begründung gestützt bzw. zu beweisen.

Und damit kommen wir wieder zurück zu Platons Höhlengleichnis.

Der Philosophie geht es im Höhlengleichnis darum, das Denken nicht auf das sinnlich Wahrnehmbare der uns unmittelbar umgebenden Welt zu lenken, sondern auf das, was hinter dieser sichtbaren offensichtlichen Erscheinung der Welt steht, beziehungsweise auf den ideellen Ursprung dieser Welt - dessen das wirklich, wahr, absolut und ewig konstant ist.
Und so wandelt sich der Philosoph (Liebe zur Weisheit) in einen Philalethes (Liebe zur Wahrheit).
Die hermetischen Lehren beschreiben dasselbe so:
„Hinter der sichtbaren Erscheinung des Universums von Raum, Zeit und Veränderung befindet sich die wesentliche Wirklichkeit – die allem zugrundliegende Wahrheit.“
Die hermetischen Lehren sind der klägliche Rest der altägyptischen Weisheits- und Wahrheitslehren.
Die meisten Schriften dieser Meister gingen beim Brand der Bibliothek von Alexandria zur Zeit Cäsars und Kleopatra verloren. Bei diesen Meistern gingen die griechischen Philosophen in die Schule. Und den Rest erledigten die Christen indem sie die Bibliothek restlos zerstörten und im 4. Jahrhundert Hypatia, deren letzte Philosophin umbrachten. Damit begann das finstere Mittelalter.

Aber um das Denken von dem sinnlich Wahrnehmbaren der menschlichen Welt weg auf die Idee der Einheit der Vielheit, sowohl weiblich als auch männlich, das Urbild des Seins, die absolut, ewige unveränderliche, wesentliche Wirklichkeit und Wahrheit zu lenken, muß das Denken, der Geist bzw. Vernunft die axiologische Schwelle überschreiten.
Nachdem sich schon Wissenschaft und Philosophie in der Metaphysik getroffen haben, gesellt sich auch die Religion durch die Idee der Einheit der Vielheit, sowohl weiblich als auch männlich, das Urbild des Seins dazu.
Der Mensch als Ebenbild Gottes althebräisch Zelem Elohim. Elohim, das mit Gott übersetzt wird, ist ein Kunstwort, das sich aus Einzahl weiblich und Endung Mehrzahl männlich zusammensetzt also wörtlich Göttiner also Idee der Einheit der Vielheit, sowohl weiblich als auch männlich, das Urbild des Seins. Und Zelem der Mensch als dessen Ebenbild wobei Zel als Schatten und Nichtigkeit über setzt wird.
Schon wieder klingt Platons Höhlengleichnis an.
Dann noch die Kabala, mit ihren 3 Schleiern der negativen Existenz, mit der das Denken noch darüber hinaus zielt....

Jetzt reichts aber. Ich hoffe dieser ziemlich lange Zen-Koan ist nicht allzu chaotisch geraten. :-)

Grüsse... Golem


__________________
Tod ist alles, was wir im Wachen sehen, und Schlaf, was im Schlummer.
Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
Er berührt den Toten im Schlummer, wann sein Augenlicht erloschen; im Wachen berührt er den Schlummernden.
Alles fließt.
Heraklit - der Dunkle Philosoph
520 - 460 v. Chr.
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#4

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 08.04.2010 16:46
von fredrock • 4.421 Beiträge

Habe ich da das schöne Wort Objektiv gelesen ? the hunt

„Wer bin ich?“ diese Frage kann nur vom Menschen gestellt werden (Im Ansatz schon mal die Falsche Fragestellung für mich) und auch nur von ihm Beantwortet werden, da liegt das größte Problem.

Wie Du schon schriebst, können wir Beobachtete zusammenhänge erkennen und von einer Begründeten Aussage ausgehen, das hat aber nix mit Objektiv oder mit Wahrheit zu tun, weil so etwas (nach dem Norm-Verständnis) gibt es och nur in den Köpfen.

Der Mensch wird nur Antworten vom Menschen bekommen und dies macht alles nur zum Teil Real, sowie der Mensch nur eine teil Realität vom ganzen ist, so sehe ich das.. wir gehen immer von etwas aus was wir gelesen (gelernt) haben.

Auch ein Herr Nietzsche ist in seinen Ausführungen nicht frei gewesen z.b. von seinen Erfahrungen aus seiner Kindheit, Nein, sogar führten vielleicht sogar genau diese Erinnerungen und Prägungen zu seinem Götterwahn ?.

Er war sicher nicht frei, sondern gebunden seines Lebens worüber er Philosophierte... wie wir alle..


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#5

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 09.04.2010 02:25
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Tja nu "Objektiv" - scnöne Worte sind nicht wahr und wahre Worte sind nicht schön.- Lao Tse

Zum anderen was Du schreibst vielleicht das Folgende:

In Afrika gibt es einige Eingeborene, die sterben wenn man sie ins Gefängnis steckt.
Sie können sich nicht vorstellen, daß sie nach einiger Zeit wieder freigelassen werden. Sie denken das was jetzt ist, ist für immer so.

Ähnlich ist es mit dem Denken. Bewegt es sich in den Grenzen der Vorstellung der menschlichen Existenz, wird es überall
nur menschliche Werrte und Maßstäbe zugrunde legen.
Was aber wenn das Denken diese Genzen sprengt und die (axiologische) Schwelle der menschlichen Werte und Maßstäbe überschreitet?

Zitat
Haben Sie mal über wirkliche Freiheiten nachgedacht? Der Freiheit von den Meinungen anderer. Sogar vor den eigenen Meinungen.


Und der Freiheit vor der allzumenschlichen Meinheit. Diese Versammlung von Meinheit ist es die sagt: "Ich bin..."
Aber ist sie wirklich Ich?
Die Antworten sind nur ein Nebenprodukt. Das stellen der richtige Frage ist dabei das Wichtigste.

Wenn Du in der Pilosophie nur von gelesenem ausgehst, Ist alles nur intellekuelle Verstiegenheit.
Eine Kopfgeburt eben. Und wegen so einer harmlosen Spinnerei hätte doch niemand Sokrates zum Tode verurteilt.
Da ist das Pfilosophieren eines Garfield mit gut(gefüllten)em Bauchgefühl vernünfiger.
Und damit auf Dein Wohl Sokrates fred


Grüsse... Golem


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#6

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 09.04.2010 16:13
von fredrock • 4.421 Beiträge

Das liest sich immer für mich so als, da is irgendwas da könnte etwas sein, da müsste etwas sein, was ich nicht benennen kann was allein in meinem Glauben ist ??? .. ne ne ne zu viele Eigenheit und zu viele ????? für meinen Geschmack... zu deinem Afrikanischen Volk oder die, die glaubten die Erde sei eine Scheibe .. oder die gaaanzen Wissenschaftler.. auf sie trifft all das gleiche zu.. in diesem Momenten wissen Sie es eben nicht besser ! eben mangels Erfahrung wie ich schon einst schrieb.. und was eben des Menschen größtes Problem ist... später is man immer schlauer...the hunt


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#7

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 09.04.2010 21:01
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Hallo Fred,

die sogenannte objektive Außenwelt ist nicht die Wirklichkeit - hat ja auch schon Hume geschrieben. Die Existenz, das Subjektive bzw. das Ego definiert sich durch die Beziehungen zu einer objektiven Außenwelt - also ebenfalls nicht wirklich. Eben auch nur eine Vorstellung in Bezug zu einer Vorstellung. Eine Erfahrung ist auch nur eine Vorstellung aufgrund von Vorstellungen.
Die Vorstellung von etwas, von dem ich weis, daß ich nicht weiß was es ist, aber mit Gewißheit sagen kann das etwas ist. Ich kann nur wissen was es nicht ist, aber nicht was es ist. Das ist die einzige Tatsache, die absolut, wahr, wirklich, gewiß, zweifelsfrei und unwiderlegbar ist. Jeder weis das, aber es ist nicht jedem voll bewußt. Mit Glauben hat das gar nichts zu tun.

Deshalb ist ja von Sokrates überliefert: "Ich weis, daß ich nicht weiß."

Und nicht der falsch übersetzte Satz: "Ich weis, daß ich nichts weiß." - das wäre was ganz was anderes.
Der Unterschied zwischen Nichts und Nicht ist mit dem Verstand, mit Kopf und Logik nicht zu knacken. Das ist so etwas wie ein Zen-Koan. Es geht um Bewußtsein und nicht um den Verstand oder Intellekt. Das sollte die Geschichte von den afrikanischen Eingeborenen zeigen.

Tja und an das das ptolemäische bzw. geozentrische Weltbild (...das die Erde eine Scheibe, der Mittelpunkt des Universums ist und alles sich um sie dreht usw.), glaubt die Menschheit und der/die einzelne Mann/Frau immer noch. Daraus erklärt sich die Popularität der Astrologie.
Was das stimmt nicht? - Halt einfach einen x-beliebigen auf der Straße an und frag ihn wo die Sonne aufgeht. Er wird antworten: "Im Osten". Aber wir wissen ja die Sonne geht nicht auf, sondern die Erde dreht sich um die Sonne und um sich selbst. Wir wissen das, weil wir das in der Schule gelernt haben - ist uns das auch voll bewußt? Ne! Unser Bewußtsein ignoriert diese naturwissenschaftlichen Erkenntnisse. Für unser Bewußtsein stellen sich die Himmelserscheinungen von der Erde aus dar. Es sieht sich aus seiner alltäglichen Erfahrung heraus als Zentrum der Betrachtung, um den sich die Himmelskörper bewegen. Das Koordinatensystem mit X, Y und Z-Achse hat ihren Ursprungsort(Nullpunkt) in ihm.
Insofern wäre das geozentrische Weltbild der Astrologie eigentlich nicht geozentrisch, sondern antropozentrisch. Mit dem Menschen im Mittelpunkt, geht die Sonne wie seit Jahrtausenden im Osten auf bzw. im Westen unter, die Erde ist eine flach wie eine Scheibe und Dinge und Menschen entstehen bzw. vergehen und sind dann plötzlich nicht mehr da.
Doch wenn ich das geozentrische in ein heliozentrische Weltbild ändere, was wäre das dann eigentlich? Und was ist der Systemmittelpunkt des anthropozentischen und des myrmexzentrischen Weltbilds (Myrmex = Ameise)?
Aber lassen wir das. Es ist nur eine weitere Variante des vorigen Beitrages. Das Denken von jeder Vorstellung befreit. Oder anders ausgedrückt ein 2-dimensonaler Schatten kann sich nur eine Fläche vorstellen aber nie einen Körper. Eine 3-dimensonale Existenz kein 4-dimensonales Wesen.

Wie gesagt - eine Frage des Bewußtseins.

Oder noch anders – ich kann meinen Horizont unendlich erweitern, aber trotzdem bewege ich mich doch nur auf der endlichen Oberfläche der Erde. Ist mein Standpunkt aber vertikal hoch im Orbit der Erde - wie verändert sich da das Bewußtsein?
Der Overview-Effect den alle Astronauten erfahren haben. Es lohnt sich den weiteren Lebensverlauf der Astronauten, die die Erde auf dem Mond aufgehen sahen, danach zu verfolgen.

Jetzt reicht es aber. Ich genieße ein Glas Wein und mache mir bewußt das ich jetzt ein Glas Wein trinke.
Eine gute Übung für Zen bzw. Tao.

Grüsse… Golem


__________________
Tod ist alles, was wir im Wachen sehen, und Schlaf, was im Schlummer.
Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
Er berührt den Toten im Schlummer, wann sein Augenlicht erloschen; im Wachen berührt er den Schlummernden.
Alles fließt.
Heraklit - der Dunkle Philosoph
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#8

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 09.04.2010 21:29
von fredrock • 4.421 Beiträge

Joaa so liest sich das für mich auch besser nachvollziehbar als vorher, das würde ich denn mal so Unterschreiben.. eigentlich und das ist wohl auch ein guter Grund immer wieder das Höhlengleichnis zu bemühen,, fällt mir immer wieder auf the hunt


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#9

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 10.04.2010 22:12
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

tja - scheint mir wohl langsam besser zu gelingen komplexe philosophische, psychologische und mentale Themen
einfach für jeden nachvollziebar schriftlich darzustellen.
the hunt

Ja das Höhlengleichnis von Platon und der überlieferte Satz des Sokrates:

Zitat
Ich weis, daß ich nicht weiß.

sind eine Glanzleistung. Um sie zu ergründen braucht es alle Philosophien.
Und keine hat das weiter entwickelt oder es übertroffen.
Deshalb leben wir ja immer noch in einer "Höhlenmenschen"-Gesellschaft.

Aber was folgt daraus?
Wie hast Du das Höhlengleichnis praktisch umgesetzt?
Und danach?
the hunt


__________________
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Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
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#10

RE: Die Philosophie

in Der Garten des Geistes 10.04.2010 22:25
von fredrock • 4.421 Beiträge

Es mangelt dem Menschen nicht am Geist, nur daran sich ihn auch zu nehmen the hunt
Friedrich Nietzsche (Was den Deutschen abgeht)

Na es is ja so wenn Du sagst wegen der Weiterentwicklung, hatte der olle Nietzsche vielleicht auch recht wenn er sagt (Sinngemäß) alles muss der Mensch erlernen nur vom Denken erwarten wir dies nicht... nun kann man aber auch so sagen, wenn es so Offensichtlich ist das Menschen nicht lernen,, also aus etwas lernen ! Ich bitte das Lernen im besonderen zu sehen.. ja dann is eben alles so wie es ist und der große Gebrauchphilosoph J.R. Rambo hat eben auch recht wenn er sagt,, "Wenn du etwas ändern willst, dann verlangst Du das sich alles ändert" Im übrigen ein Gedankenzug dem es auch mal zustande verfolgt zu werden..


zuletzt bearbeitet 10.04.2010 22:25 | nach oben springen


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