#21

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 01.05.2010 16:05
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Wieso ist das ein Problem jetzt die Zeit mit einzubringen?
Ein Prozess ist der zeitlich bedingte Ablauf von Ursachen und Wirkungen und deren Verknüpfungen.
Fällt die Zeit weg wäre die Natur demzufolge doch kein Prozess bzw. System.

Du schreibst "Die Zeit ist ein reines System der Menschen.
Wessen System ist dann die Natur?

Ist in einem Prozess nicht eher das Bewußtsein bzw. der Beobachter ein Problem?
Wenn ich mal die 2. Säule der Physik "die Quantenmechanik" zum Ausgleich der Relativitätstheorie, die Du schon beschrieben hast
hinzunehme.


__________________
Tod ist alles, was wir im Wachen sehen, und Schlaf, was im Schlummer.
Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
Er berührt den Toten im Schlummer, wann sein Augenlicht erloschen; im Wachen berührt er den Schlummernden.
Alles fließt.
Heraklit - der Dunkle Philosoph
520 - 460 v. Chr.
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#22

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 01.05.2010 16:13
von fredrock • 4.421 Beiträge

Ja ne siehste da trennen sich unsere Wege.. denn Die Zeit ist in der menschlichen Wahrnehmung wie in der Physik als Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend zur Zukunft hin eine beschreibbare physikalische Größe.
Nix mehr.. eine Menschliche Struktur um zu Ordnen..

Die Natur (alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde) . Ist dem zufolge Zeitlos

Es liegt eben das Problem darin zu viel miteinander zu verknüpfen,, ein schritt vom Bild zurück zeigt mehr wie ich meine..

Zitat
Fällt die Zeit weg wäre die Natur demzufolge doch kein Prozess bzw. System.



Nur wenn Du dich an das eine System klammerst .. free your mind the hunt


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#23

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 01.05.2010 16:53
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Hoppla. Die Natur ist ein System, ein Prozess. Stammt das nicht von Dir?

Von mir Folgendes:
Natur, Universum, Raum-Zeit, Existenz ist nur eine Erscheinung , die zwar in der Wirklichkeit wurzeln, aber nicht wirklich sind.
Sein (absolute Wahrheit/ Wirklichkeit) ist zeitlos ohne Anfang oder Ende und daher weder ein System noch ein Prozess.
the hunt


__________________
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Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
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#24

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 01.05.2010 16:59
von fredrock • 4.421 Beiträge

Zitat
Hoppla. Die Natur ist ein System, ein Prozess. Stammt das nicht von Dir?



Yip aber nur vom Menschen Zeitlich determiniert.

Zitat
Natur, Universum, Raum-Zeit, Existenz ist nur eine Erscheinung , die zwar in der Wirklichkeit wurzeln, aber nicht wirklich sind.
Sein (absolute Wahrheit/ Wirklichkeit) ist zeitlos ohne Anfang oder Ende und daher weder ein System noch ein Prozess.



Also in diesen beiden Sätzen sehe ich einen Eminenten Widerspruch, es scheint als wolle man Erscheinungen nach ihrem Auftreten als nichtig erklären wollen und erhebt das Wissen darüber ?

Musste ansonsten bei Zeiten nochmal erklären.. wenn magst auch vor allem was jenes sein soll "absolute Wahrheit" the hunt


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#25

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 02.05.2010 17:50
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Zitat von fredrock
Yip aber nur vom Menschen Zeitlich determiniert.
Die Natur (alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde) . Ist dem zufolge Zeitlos


Woher weißt Du das denn?

Ich soll erklären was "absolute Wahrheit" ist? Na, das wirkliche Sein a la Platons Höhlengleichnis.
Die Welt und der Mensch selbst, die er als real wahrnimmt, sind nur die Schatten des wirklich Seienden. Die Höhle steht für die sinnlich wahrnehmbare Welt des Menschen. Im Höhlengleichnis geht es darum, das Denken nicht auf das sinnlich Wahrnehmbare der uns unmittelbar umgebenden Welt zu lenken, sondern auf das, was dahinter steht, bzw. den Ursprung unserer Welt - eben die absolute Wahrheit hinter der sichtbaren Existenz aller Dinge - ihre Quelle.
Und was ist ein Schatten - ein Hauch von gar nichts, den ich nicht mehr wahrnehme wenn ich mich dem Feuer zuwende oder gar aus der Höhle ins Sonnenlicht trete.
Es gibt also ein Wissen das über die Phänomenologie hinausgeht und jenseits ihrer Begrifflichkeit liegt. Deshalb hat ja Platon seine Gleichnisse zu Hilfe genommen.


__________________
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Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
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520 - 460 v. Chr.
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#26

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 02.05.2010 18:05
von fredrock • 4.421 Beiträge

Mir ist der Sinn und die Bedeutung des Gleichnisses schon sehr wohl Bewusst the hunt

Aber da geht es um (wenn überhaupt) eine Wahrheit oder ein anderes Wissen sozusagen..

Woher ich weiß das die Natur Zeitlos ist ? Ganz einfach, Sie gab es schon vor des Menschen Bewusster Wahrnehmung und wird es auch danach noch geben,, alle Zeit (um diesen Begriff mal zu benutzen) liegt Logischer weiße in seinem "Los" = Schicksal und das hat für mich weder Anfang noch Ende..


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#27

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 02.05.2010 18:36
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Zitat von fredrock
...Sie gab es schon vor des Menschen Bewusster Wahrnehmung und wird es auch danach noch geben...


Woher weißt Du so sicher das es außerhalb von Dir etwas gibt?


__________________
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zuletzt bearbeitet 02.05.2010 18:36 | nach oben springen

#28

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 02.05.2010 19:37
von fredrock • 4.421 Beiträge

Na das habe ich nicht zuletzt hier gelernt the hunt wir beide Kommunizieren ja auch, und wenn jetzt die Nummer kommt, etwas ist erst Bewusst wenn ich es Sinnlich wahrnehmen kann,, ja denne wirds Hardcore.. ne mal im Ernst was ich meine hat eben was mit dem "los" (Schicksal ) zu tun.. kann ich gerne meine Ansichten zu schreiben.. aber erstmal die Gegenfrage .. wenn es nichts außerhalb gibt, gibts denn überhaupt ein Innen, vielmehr etwas was In einem ist ?


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#29

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 02.05.2010 20:39
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Zu Deiner Gegenfrage. Schau mer mal ob ich's schaff das rüberzubringen:

Alle 5 Sinne können getäuscht werden, ergo auch alle gleichzeitig. D.h. Außenwelt ade - kann ich nicht wissen ob es die wirklich gibt.
Dann kommt die Innenwelt dran. Alles was ich bin ist ja auf eine Außenwelt bezogen. Name, Geschichte, Erfahrungen, Gedanken, Meinungen, Gefühle, meine Erscheinung als Mensch - kurz das Ego, mein Ich. Keine Außenwelt ergo keine Innenwelt. Und nun?
Nur eins bleibt - die pure Empfindung (aber das trifft es nicht wirklich - eher sowas wie die Wurzel von Empfindung-Fühlen-Denken-Intuition) zu sein. Da ist kein Raum, keine Zeit, Unterschied et cetera. Das ist einzig absolut wahr, wirklich.
Das Anthropologische und die Realität (z.B. Kants Ansicht des Dinges an sich) sind nicht mehr da. Wir sind nun voll in der Metaphysik der Philosophie angekommen. Die axiologische Schwelle im Denken.
Aber das geht nur wenn man erstmal nach innen geht.

Übersetzt in das Höhlengleichnis:
Ich wende mich weg von den Schattenbildern an der Höhlenwand hin zum Feuer. Und löse damit auch das Denken von der sinnlichen Wahrnehmung. Mein Schatten (meine Existenz) und der Schatten der Welt (Realität) sind weg.
Das Feuer bzw. Sonnenlicht stellt die Uridee Platon dar und die Schattenbilder nur deren vielfältige Abbilder.
Problem: Man erkennt erstmal nix - weil man geblendet wird.
"Wer in die Sonne schaut dem erschließt sich das Wesen der Finsternis."

Hoffe das dies einigermaßen nachvollziehbar ist - aber ich glaub eher nicht.

Doch wir sind schon wieder bei mir. Was sind Deine Ansichten zu "los" und Schicksal.


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#30

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 02.05.2010 20:46
von fredrock • 4.421 Beiträge

Ja mach ich gerne aber dann Morgen the hunt

Mhmm muss ich mal drüber Nachdenken, obwohl sich ja der Logik nach dein erster Ansatz mit eben diesen Höhlen Gleichnis beißt, denn in diesem Gleichnis wird sich ja auf das seiende bezogen (wie es auch immer sei ?) und nicht auf das NICHTS, eas dieses ist was Du beschreibst also so empfinde ich das.. is wie die suche nach dem letzten unteilbaren Teilchen .. dem Schlüssel sosusagen,, aber eben hier Denke ich,, dieses liegt weit unserer Möglichkeiten und ist somit auch nicht Denkbar.. mhmm auf jeden Fall habe ich nun Stoff um n bissl draufrumzudenken...


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