#31

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 03.05.2010 15:35
von fredrock • 4.421 Beiträge

Eines jeden Menschen "Los" ist es , eben nach dem zu Handeln wie er es gelernt hat.

Das meint ich handele und Denke in den Rahmen wie ich es erfahren habe und wie es sich in mir Manifestiert hat, dies ist mein Schicksal.

Natürlich kann man sein Schicksal sein "los" neu Definieren aber eben auch dieses ist bedingt.

Beispiel;
Ein Mörder empfindet eine gewisse Genugtuung bei seinem Handeln (Mal jetzt außer acht gelassen warum und wieso/Schicksal)
Natürlich könnte er einsehen das es unrecht ist !:
Aber ist er überhaupt in der Lage sein "los" zu verändern ? (Hat er es je gelernt )

Mörder fallen nicht vom Himmel oder werden von heute auf Morgen dazu genauso wenig wie Ich mich ändern kann, an das was ich Glaube zu vertreten.

Das Schicksal soll hier nicht als Ausrede oder so dienen, mehr soll es beschreiben, das wir so Handeln wie wir handeln ist die Summe der Erfahrungen.
Wie man gelernt hat in Stress Situationen z.b zu Reagieren,, etc und sein eigenes Schicksal zu verändern ist eben auch darum nicht immer Möglich, das ist dann auch das, was man so gerne als Unbewusste Ratio betitelt..


zuletzt bearbeitet 03.05.2010 15:37 | nach oben springen

#32

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 03.05.2010 20:33
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

In dem Höhlengleichnis stellen doch die Schatten eben die Welt, die wir durch unsere 5 Sinne wahrnehmen, dar.
Aus was besteht den ein Schatten?
Und tatsächlich - wenn ich versuche das kleinste Teilchen zu finden, aus dem z.B. ein Tisch besteht, so wird sich alles letztendlich in interagierende Wellenfunktionen (siehe Quantenphysik + Stringtheorie) auflösen. Und aus was besteht eine Wellenfunktion? Aus demselben aus das mein Schatten besteht - aus eben Nicht.
Die Schatten können also nicht das Seiende darstellen. Das würde ja heißen mein Schatten und mein Körper, der den Schatten wirft wären das Gleiche (aufs Gleichnis bezogen). Oder?

Ein Los hat doch mit Zufall zu tun, aber hat auch die Bedeutung von Omen/Orakel und ist mit Schcksal verbunden.
D.h. beide zusammen stellen ein weites Feld dessen dar, was das Leben eines Menschen beeinflusst; auf das er selbst jedoch nur bedingt Zugriff hat.

Das was ich Glaube, meine Erfahrungen und mein Handeln sind die nicht gerade der Teil des Schicksal oder meines Loses auf das ich 100% verändernd eingreifen kann, indem ich mit Verstand und Einsicht meine Einstellungen, mein Verhalten und mein Handeln verändere und neues hinzulerne und falsches entlarve und mich künftig an das Richtige und was mir und andere gut tut halte.

Und mit Hilfe von Tiefenpsychologen kann ich auch im Unbewußten wurzelnde und damit meine Kontrolle entzogen Komplexe und Automatismen ins (Ober-)Bewußtsein heben und damit auflösen.

Doch gibt es da etwas das sich uns trotzdem immer entziehen wird, solange wir als Schatten der Welt des sinnlich Wahrnehmenden nach logischen Gründen nach den Ursachen suche. Das Sein ist im Schatten nicht enthalten.
Aber auch in der Psychoanalyse muß man erst erkennen das man einen Schatten hat, um über den eigen Schatten springen zu können. Aber das ist Synchronizität eine akausale Verknüpfung. Ich nehme es hier mit rein, weil es genau ein Element mitbringt,
da0 das Sein und auch das Leben oft beinflußt.


__________________
Tod ist alles, was wir im Wachen sehen, und Schlaf, was im Schlummer.
Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
Er berührt den Toten im Schlummer, wann sein Augenlicht erloschen; im Wachen berührt er den Schlummernden.
Alles fließt.
Heraklit - der Dunkle Philosoph
520 - 460 v. Chr.
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#33

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 05.05.2010 16:19
von fredrock • 4.421 Beiträge

Jut dann eben ohne Begriffe die der Interpretation unterliegen the hunt

Es ist doch so, das sich dein Denken und damit deine Gedanken Systematisch (Strukturell) aufbauen aufgrund deiner Erfahrungen.

Wonach hier aber meistens gefragt wird liegt außerhalb dieser Erfahrung und das jetzt nicht nur auf eine Person sondern mal grob auf die Menschliche Erfahrungswelt überschlagen.

Es gibt halt Theorien die sich später durch die Erfahrung als Berechtigte Annahmen herausstellen, man siehe nur die Theorien des A. Einstein.

Aber auch das hat halt seine Grenzen, über etwas, worauf wir mittels unserem Bewusstsein keinen Zugang haben, also alles was außerhalb unserer Erfahrungen liegt.
Wie will man dort etwas erkennen können ?.


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#34

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 09.05.2010 13:58
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Normalerweise identifiziert sich der Mensch mit seiner Personlichkeit.
Das bedeutet er nimmt sich als Mensch in seiner Umwelt wahr, seine Persönlichkeit wird geschaffen durch seine körperliche Erscheinung oder anders ausgedrückt: das Ich wird als eine zusammenhängende Masse von Empfindungen, Gedanken, Gefühlen, Wahrnehmungen und Erfahrungen, die als zu einem bestimmten Menschen gehörig bewußt zusammengefasst und gegenüber dem was nicht zu diesem bestimmten Menschen gehört abgrenzend festgelegt. Kurz das wozu der Mensch sagt das ist Mein. Der durchschnittliche Mensch im Alltag ist auf ein auf Erfahrungen, Erlebnisse, Probleme oder Aufgabe bezogenes Nachdenken beschränkt, weil er nur das zur Bewältigung seines beruflichen und privaten Alltags braucht.

Doch ist das wirklich alles was dieser bestimmte Mensch ist?
Nein. Es ist nur das was der Mensch in seiner Vorstellung zur Verfügung hat. Und dieses Haben ist für ihn maßgeblich.
Doch Haben ist nicht dasselbe wie Sein.

Wie wäre es den dann möglich der Mensch nach etwas strebt das außerhalb seiner Erfahrung liegt.
Wann immer eine völlig neues Weltbild entsteht, eine bahnbrechende Erfindung gemacht oder vorher undenkbare Verhaltenweise an den Tag gelegt wird, so gab es vorher eine Idee, einen unmöglichen Traum, eine Vision oder Einfall.

Einfall diese Wort deutet ja schon einen Bereich an auf den der Mensch keinen bewußten Zugriff hat und der außerhalb seiner persönlichen Erfahrung liegt. Und dies ist der weit größere Teil der er ist.
Es wird oft Intuition, Vision oder Idee genannt. Aber eigentlich führen sie zu einem Teil - das Nicht-Ich und das Nicht-Bewußtsein - der er auch ist. Der größere Teil der hauptsächlich brach liegt, die restlichen 90% des Gehirns die nicht genutzt sind (aber entfernen geht nicht, den dann funktioniert nichts mehr richtig) oder die 90% der DNA, die als nicht gebrauchter Datenschrott angesehen wird (aber ohne diesen Teil ist der genetischer Fingerabdruck zur Identifikation oder eine Bestimmung der Vaterschaft nicht möglich).

Also kurz der Mensch beschränkt sich auf ein Nachdenken über ein Objekt - sei es nun er selbst oder ein Ereignis oder Gegenstand. D.h. er denkt nur das er denkt.
Nun ist aber das was der Mensch als Ich bezeichnet kein erfahrbarer Gegenstand und liegt selbst außerhalb seiner Erfahrung.
Das Ich ist. Das was Mein ist aber bezieht sich auf das was der Mensch hat.

Oder noch anders dargestellt. Denken ist ein "aktiv"es Tun - ein Gedanke hat ein Mensch, es passiert ("passiv") ihm.
Fühlen ist ein aktives Tun - Gefühle bewegen (passiv) den Menschen.


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#35

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 09.05.2010 14:41
von fredrock • 4.421 Beiträge

Also manchmal wünschte ich , ich könnte so eine Romantische Vorstellung vom Menschen teilen.(was ich nicht despektierlich meine)
Aber ich fürchte die ganze Wahrheit is viel ernüchternder und alles was wir Denken was da so außerhalb unseres Denkvermögen liegt ... ist für mich nichts mehr als verkleideter Glaube, aber ganz sicher nichts was außerhalb liegt.

Zitat
Wie wäre es den dann möglich der Mensch nach etwas strebt das außerhalb seiner Erfahrung liegt.



Das Glaubt er nur, doch ist es nur ein Schatten von etwas sehr vertrautem,,, so sehe ich das.. Du kannst nehmen was Du willst, ob Glaube oder Erfindung, alles mündet in der Erfahrung und führt auf selbige zurück.

Flugzeuge werden nach den Stromlinien des Haies geformt .... sicher im Geistigen verlangt man weniger nach Zweckeinmäßigkeit denn mehr nach Antworten,, aber auch hier, greift man lediglich immer und immer auf bereits vorhandenes zurück u.s.w..... u.s.w


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#36

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 09.05.2010 21:38
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Z.B. das heliozentische Weltbild des Kopernikus. Es lag zu seinen Lebzeiten komplett außerhalb der Erfahrung eines Menschen.
Es dürfte damals ein unmögliches Unterfangen gewesen sein einem Menschen ein heliozentrisches Weltbild zu begründen.

Nun das Bewußtsein ist immer noch das Gleiche wie das eines Menschen im Mittelalter - Geozentrisch, wie das ptolemäische Weltbild. Solange das so bleibt wird der Mensch Platons Höhlengleichnis nicht verstehen können. Wie könnte auch jemand, der die Schattenwelt für die Wirklichkeit und das auf eine Schattenwelt bezogene begrenzte Denken als das einzig mögliche ansieht, das auch erkennen können. Es liegt ja komplett außerhalb seiner Erfahrung. Das ist so ähnlich wie der Versuch eines 2-dimensionalen Schattens die vertikale 3. Dimension erkennen zu können. Heute glauben die Menschen der Wissenschaft, Technik und den Astronauten das dies so ist - aber für sie geht immer noch die Sonne im Osten auf ... usw.

Nun das was ich versuche zu vermitteln ist purer Nicht-Glaube und als solcher so romantisch wie ein elender Tod.


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Der Mensch zündet sich in der Nacht ein Licht an, wann er gestorben ist und doch lebt.
Er berührt den Toten im Schlummer, wann sein Augenlicht erloschen; im Wachen berührt er den Schlummernden.
Alles fließt.
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520 - 460 v. Chr.
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#37

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 12.05.2010 17:32
von fredrock • 4.421 Beiträge

Das heliozentrische Weltbild ist soweit ich weiß im Gegensatz zum geozentrischen Weltbild zu sehen.
Will meinen, auch hier bezieht sich etwas auf etwas anderes.. und keine Idee fällt so einfach vom Himmel
Aber auch so, für mich basiert alles und das kann auch garnicht anders sein , auf das Erfahrene wenn auch mit viel Fantasie zu Theorien weiterentwickelt.

Sehen wir z.b einer der Ältesten Formen.. die Mathematik.. ein Stein und ein Stein sind.. zwei Steine.. verstehste worauf ich hinaus will..

Es gibt nichts was wir uns nicht Denken können und alles Denken ist eben abhängig von unseren Erfahrungen..


zuletzt bearbeitet 12.05.2010 17:36 | nach oben springen

#38

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 13.05.2010 00:02
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Zitat von fredrock
Es gibt nichts was wir uns nicht Denken können und alles Denken ist eben abhängig von unseren Erfahrungen..

Verstehe schon auf was Du hinaus willst. Aber Du drehst Dich im Kreis auf dem Boden der sogenannten Tatsachen, während ich Dir von der Vogelperspektive zuschaue - der sogenannte Overview-Effekt - ... und hoffe Du verstehst worauf ich hinaus will ...
Und Erfahrungen sind immer vom Bewußtseinsstandpunkt abhängig. Es gibt einen Unterschied zwischen einem geozentrischen Bewußtsein und einem Heliozentrischen Bewußtsein.
Vom geozentrischen Standpunkt des Bewußtseins aus gesehen hast Du ja auch vollkommen recht. Oder von der Schattenwelt in Platons Höhle wenn dir der Vergleich besser gefällt.


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#39

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 13.05.2010 00:21
von fredrock • 4.421 Beiträge

Dann musste aber versuchen mich zu überzeugen mit wahren Argumenten und nicht mit schönen Worten the hunt

Oder man einigt sich darauf das man weder das eine noch das andere Wissen kann.
Aber dann is ja och Doof .. he he

Was ich mit schönen Worten meine ? .. Du schreibst "geozentrischen Bewusstsein" aber ich kenne nur ein "geozentrischen Weltbild" eine Terminologienorm der Mathematik mit der Empfindung mentaler Zustände zu verknüpfen ?

Overview-Effekt ...

Zitat
Aus der Unendlichkeit des Weltraums bietet der blaue Planet einen Anblick, der die Dimensionen unserer herkömmlichen Erfahrung sprengt



In diesem Moment sprengt es nicht mehr die Erfahrung sondern wird davon teil !.
Die Weitsicht aus der Mondperspektive ist nichts anderes wie ein Blick auf die vergangene Erfahrung,, in dem Moment wo mir etwas Bewusst wird, ist es ein Teil dessen was ich Erfahre (Erfahrung nenne).


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#40

RE: Philosophische Anthropologie

in Der Garten des Geistes 13.05.2010 20:53
von GolemSchattenspieler
| 171 Beiträge

Dich überzeugen?
Ich schmeiß mich weg the hunt
Was bin ich? Missionar? Neee ein Mann mit Maske oder ein Schatten zeitweise in Staub gekleidet.
Na ja zugegeben wenn ich mal stark körperlich eingeschränkt bin kann's schon mal ausnahmsweise die Missionarsstellung sein. fred
"geozentrischen Bewusstsein" ist für Dich ein schönes Wort?
Nun für mich klingt das wie tiefstes finsterstes Mittelalter: Ketzer-, Hexenverbrennung, Pest, Inquisition, Engstirnigkeit und so,

Ok Spaß beiseite.
Also wo befindet sich den Dein Bewußtsein, wenn Du diese Zeilen liest?


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zuletzt bearbeitet 13.05.2010 20:54 | nach oben springen


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